Das Wort Reiki kommt aus Japan und verbindet Rei, die universelle Energie mit Ki, der individuellen Lebensenergie. Solange Lebewesen, also nicht nur Menschen, sondern auch Tiere und Pflanzen leben, fließt Ki in ihnen.

Reiki wirkt auf der körperlichen, der emotionalen, der mentalen und der spirituellen Ebene. Diese ganzheitliche Sicht ist in der traditionellen Medizin leider bisher nicht ausreichend berücksichtigt. Reiki erhebt nicht den Anspruch, die konventionelle Medizin zu ersetzen oder deren Fortschritte schmälern zu wollen.

Reiki ist als energetische Ergänzung zur medizinischen Behandlung zu sehen und behandelt die Ebenen, auf die die Schulmedizin keinen Einfluss hat. Der verantwortungsbewusste Therapeut wird einen kranken Menschen immer ermutigen, die vom Arzt verordneten Maßnahmen zu befolgen und eine ergänzende Reiki-Anwendung vorschlagen, die den Heilprozess auf der energetischen Ebene unterstützt.

Reiki kann nicht durch Bücher, Broschüren, Videos oder CDs erlernt werden! Um ein Kanal für Reiki zu werden, ist eine persönliche Einweihung bei einem dafür ausgebildeten Meister notwendig! Alle autodidaktischen Bemühungen ohne die erforderlichen Einweihungen können sehr gesundheitsschädlich sein, da nicht die universelle Reiki-Energie sondern die eigene Energie verbraucht wird!

Reiki kann von jedem erlernt werden, auch von Kindern, wobei für den 1. Grad ein Mindestalter von 6 Jahren und für den 2. von 14 Jahren empfehlenswert ist. Auch chronisch Kranke und Behinderte Menschen können Reiki erlernen und sich so dauerhaft selbst behandeln. Reiki kann auch unabhängig vom Bildungsstand erlernt werden.

Reiki ist eine sichere Heilmethode ohne Nebenwirkungen und Gegenanzeigen und mit allen anderen Heilmethoden kombinierbar. (Einzige Ausnahme: 24 Stunden vor einer Operation darf kein Reiki gegeben werden, da die Narkose sonst nicht wirkt; und offene Knochenbrüche sollten erst behandelt werden, wenn der Knochen gerichtet ist! Reiki beschleunigt die Wundheilung und Vernarbung und dies wäre bei einem nicht geschienten Bruch fatal!).

Reiki ist an keine Religion, keine Philosophie oder Ideologie gebunden. Es benötigt keine Talismane, Beschwörungen oder sonstigen Hilfsmittel für die Anwendung. Die Fähigkeit, Reiki zu geben, bildet sich nicht mehr zurück, auch wenn sie viele Jahre nicht praktiziert wird, und bleibt für den Rest des Lebens erhalten.

Reiki hat keine Polarität und ist somit an keine Diagnose gebunden. Reiki hebt Raum und Zeit auf, d.h. es kann ab dem 2. Grad zur Fernheilung und zur Auflösung vergangener Blockaden verwendet werden.

Reiki ist nicht manipulativ, d.h. der Organismus des Empfängers bestimmt die Menge an Energie, die er bekommt, der „Geber” dient lediglich als Kanal und verbraucht somit auch nicht seine eigene Energie sondern – im Gegenteil – profitiert von der Anwendung, da ein Teil der Energie bei ihm selbst bleibt.
Bei einer Reiki-Anwendung kann der „Patient” bekleidet bleiben, da die Energie alles durchdringt. Lediglich metallische Gegenstände sollten abgelegt werden.

Wie funktioniert Reiki.

Unsere westliche Kultur basiert primär auf Ansichten von Newton und Descartes, d.h. wir richten unser Augenmerk auf Fragmente, deren Summe das Ganze bildet. Diese zur Zeit der Aufklärung entstandene Weltsicht wird heute mehr und mehr in Frage gestellt und weicht einer ganzheitlichen Sicht, die zur Zeit der Renaissance noch „normal” war und auch im Orient heute noch mehr Gültigkeit hat.

Um so erstaunlicher ist es, dass die Quantenphysik streng wissenschaftlich beweist, dass Materie auch Energie ist. Die kleinsten nachweisbaren Teilchen, die die Wissenschaft nachweisen können, bestehen aus Energie. So wurde entdeckt, was im orientalischen Weltbild seit Jahrtausenden bekannt ist: Energie bedingt Materie so wie ein Gedanke oder ein Gefühl eine Handlung bedingen. Das bedeutet, dass letztlich alles Energie ist, die in unterschiedlichen Schwingungen und Dichten auftritt. Albert Einstein bewies schließlich mit seiner Formel E=mc², dass Materie und Energie wandel- und austauschbar sind. Ein praktisches Beispiel sind die Atombombenexplosionen von Hiroshima und Nagasaki, wo die Materie Plutonium und Uran sich in pure und sehr zerstörerische Energie umwandelten. In der traditionellen Medizin Chinas, Japans, Indiens und bei den mittelalterlichen Alchemisten ist und war bekannt, dass Materie durch den Einfluss von Energie verändert werden kann.

Energie ist als solche wertfrei, weder gut noch schlecht; sie kann lediglich gut oder schlecht eingesetzt werden. In einem gesunden Körper fließt die Energie frei über bestimmte Wege: Chakren, Meridiane und Nadis. Um den Körper herum befindet sich ein energetisches Feld, auch Aura genannt. Die Energieflüsse steuern unsere Organfunktionen und regeln alle Vitalfunktionen. Wenn die Energie blockiert ist, kommt es zu Stauungen und Unterbrechungen und unser Körper reagiert mit Krankheitssymptomen. Der Energiefluss wird außerdem durch unsere Emotionen, unsere Gedanken und unsere Spiritualität beeinflusst. So wie wir aus der Biologie das Gleichgewicht des Okösystems kennen, ist das Zusammenspiel von Körper, Gefühlen, Gedanken und Spiritualität ein Okösystem, bei dem jedes Ungleichgewicht, sei es auf den ersten Blick noch so unscheinbar, langfristig fatale Folgen haben kann: In diesem Fall sprechen wir von energetischen Knoten oder Blockaden. Wenn diese den Fluss der Lebensenergie stauen, bilden sich so genannte Krankheiten: Körperliche, Emotionale oder Mentale.

Reiki benutzt die universelle Energie, aus der das ganze Universum besteht, und wir, sobald wir als Kanal geöffnet wurden, führen diese Energie den Chakren des Menschen zu, den wir behandeln. Diese Chakren verteilen die Energie an die Körperstellen, wo sie gebraucht werden. Die Menge der benötigten Energie wird durch den „Patienten” bestimmt und deshalb ist es günstig, wenn er bei der Anwendung schläft, weil sein Unterbewusstsein die Energie vorurteilsfrei annimmt und an der richtigen Stelle einsetzt. Unsere Ratio, unsere allgegenwärtige Vernunft kann einer Heilung häufig im Weg stehen, da sie nur das akzeptiert, was sie „gelernt” hat.

 

Dr. Mikao Usui.

Die Legende von Dr. Usuis Suche nach diesem Wissen wurde von der Großmeisterin Hawayo Takata (1900 - 1980) wie folgt erzählt:

Mikao Usui war der Leiter einer christlichen Priesterschule in Kyoto in Japan. Einige seiner älteren Schüler fragten ihn eines Tages, warum sie bisher nichts von den Heilungsmethoden gehört hätten, mit denen Jesus Christus seine Heilungen vollbracht hatten und ob er ihnen eine solche Heilung nicht einmal vorführen könne. Da er nichts darauf erwidern konnte, entschied er sich, seine Position aufzugeben, zu reisen und das Christentum in einem christlichen Land zu studieren, bis er eine Antwort auf ihre Frage gefunden hätte.

    Seine Reise führte ihn nach Amerika, wo er an der Universität Chicago studierte und zum Doktor der Theologie promovierte. Er fand jedoch weder in den christlichen noch in den chinesischen Schriften, die er ebenfalls durcharbeitete, eine befriedigende Antwort und so setzte er seine Suche fort. Er bereiste auch Nordindien und studierte dort die heiligen Texte. Dr. Usui beherrschte neben Japanisch, Englisch und Chinesisch auch das altindische Sanskrit.


    Nach Japan zurückgekehrt, entdeckte er eines Tages in den 2500 Jahre alten, in Sanskrit verfassten Buddhi-Sutren einige Formeln und Symbole, die offenbar die Antwort auf seine Frage enthielten. Dr. Usui sprach daraufhin mit dem Leiter des Klosters in Kyoto, in dem er damals lebte, und machte sich am nächsten Morgen auf den Weg zu dem 27 Kilometer entfernt liegenden heiligen Berg Kuriyama. Er wollte in der Einsamkeit des Berges 21 Tage lang meditieren und fasten und hoffte, auf diese Weise einen Kontakt zu der Ebene der Symbole herstellen zu können, um sie so auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen.

   
Er legte 21 kleine Steine vor sich hin und stieß jeden Tag ein Steinchen beiseite. Dieses diente ihm als Kalender. Während dieser Zeit las er in den Sutren, sang und meditierte. Nichts Ungewöhnliches geschah. Der letzte Tag dämmerte herauf. Es war noch ziemlich dunkel, als er ein strahlendes Licht erblickte, welches sich sehr schnell auf ihn zu bewegte. Er meinte zu sterben - und dann sah er Millionen von kleinen Bläschen in allen Farben des Regenbogens, vorwiegend in Blau, Lavendel und Rosa. Schließlich erschien ein großes, weißes Licht. Er sah die vertrauten Sanskritbuchstaben in leuchtendem Gold vor sich und sagte: "Ja, ich erinnere mich." Diese Zeichen prägten sich für immer bei ihm ein. Damit war der Zugang zur universellen Lebensenergie aktiviert.

   Als er allmählich zu normalem Bewusstsein zurückkehrte, stand die Sonne bereits hoch am Himmel. Er fühlte sich voller Energie und Kraft und begann seinen Abstieg von dem heiligen Berg. In seiner Eile verletzte er sich am Zeh. Er hielt seine Hand darauf und der Blutung kam zu Stillstand, der Schmerz verging. Es war für ihn das erste Erlebnis, mit seinen neu gewonnenen Fähigkeiten umzugehen und er gelangte zu der Erkenntnis, mit seinen Händen heilen zu können.

    Da er hungrig war, kehrte er in einem Gasthaus ein und bestellte ein großes japanisches Frühstück. Der Wirt warnte ihn davor, nach so einer langen Fastenzeit zu viel zu essen. Er verzehrte jedoch das ganze Mahl ohne die geringsten Probleme.

    Die Enkeltochter des Wirtes litt seit Tagen unter starken Zahnschmerzen. Dr. Usui bot bot ihr an, die Schmerzen zu lindern. Mit ihrer Einwilligung legte er seine Hände auf ihre geschwollene Wange. Nach einiger Zeit verschwanden die Schmerzen und die Schwellung ging zurück. Sie lief zu Ihrem Großvater und sagte: "Das ist kein gewöhnlicher Mönch."


Dr. Usui kehrte zunächst in sein Kloster zurück, entschied sich jedoch nach einigen Tagen, in die Bettelstadt von Kyoto zu gehen, um dort den Bettlern zu helfen, sie zu heilen und ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen. Er blieb für etwa sieben Jahre in den Slums und behandelte viele Kranke. Eines Tages sah er jedoch in der Bettelstadt die gleichen alten Gesichter wieder. Auf seine Frage, warum sie kein neues Leben begonnen hätten, antworteten sie ihm, das Arbeiten sei ihnen zu mühsam gewesen, sie wollten lieber Bettler bleiben.

Dr. Usui war zutiefst erschüttert und weinte sehr. Er erkannte, dass er etwas Wichtiges vergessen hatte: Sie Dankbarkeit zu lehren. In den folgenden Tagen stellte er die
"Lebensregeln des Reiki" auf.

 

Der Originaltext nach Miako Usui

Die geheime Kunst Glück einzuladen
Die zauberhafte Medizin für alle Krankheiten

Gerade heute ärger Dich nicht Sorge Dich nicht und sei von Dankbarkeit erfüllt.
Widme Dich Deiner Arbeit.
Sei freundlich zu Menschen.

Vereine jeden Morgen und Abend Deine Hände zum Gebet.
Predige Deinem Herzen diese Worte und singe diese Worte mit Deinem Mund.

 

    Bald darauf verließ er die Bettelstadt und kehrte nach Kyoto zurück. Dort entzündete er eine große Fackel, und auf die Frage der Vorbeikommenden sagte er, dass er Menschen suche, die das wahre Licht sehen wollten, die krank und bedrückt seien und sich nach Heilung sehnten. So begann ein neuer Abschnitt in seinem Leben, in dem er umherreiste und Reiki lehrte. Er fand viele Schüler und weihte einige in den Meistergrad ein. Es wurde ihm klar, dass er sein Wissen weitergeben musste. Sein engster Mitarbeiter, Dr. Chujiro Hayashi, der als Arzt intensiv mit Reiki arbeitete, wurde von ihm zum direkten Nachfolger geweiht.


Dr. Mikao Usui verstarb am 9. März 1926 und wurde in einem Zen-Tempel in Tokio begraben.

   

Hawayo Takata.

Nach dem Tod von Dr. Mikao Usui wurde Hawayo Takata seine Nachfolgerin. Sie wurde 1900 als Kind japanischer Eltern auf Hawai geboren. Als sie 1935 zu Reiki geführt wurde, war sie eine Witwe mit zwei kleinen Töchtern und am Ende ihrer körperlichen und seelischen Kraft. Sie litt unter einer Anzahl schwerer Krankheiten. Durch Zufall hörte sie von Dr. Hayashi und seiner Klinik in Tokio. Sie reiste nach Japan und begab sich in der Obhut von Dr. Hayashi. Die täglichen Reiki-Behandlungen ersparten ihr nicht nur einer Operation, Sie konnte nach einigen Monaten wieder vollkommen gesund entlassen werden. Von diesen Erlebnissen tief beeindruckt war ihr Interesse für Reiki geweckt. Sie beschloss, Schülerin von Dr. Hayashi zu werden. Sie blieb geraume Zeit bei ihm und kehrte dann nach Hawai zurück. 1938 besuchte Dr. Hayashi Hawayo Takata auf Hawai und weihte sie dort zur Reiki-Meisterin und Lehrerin. Dr. Hayashi verstarb drei Jahre später und Hawayo Takata trat daraufhin seine direkte Nachfolge an.

    Sie gründete auf Hawai ein Reiki-Zentrum, in dem sie heilte und Schüler ausbildete. In ihrer mehr als vierzigjährigen Tätigkeit als Großmeisterin weihte sie über 20 Meister in der USA, Kanada und Südamerika. Die Nachfolge von Hawayo Takata trat zuerst die Amerikanerin Dr. Barbara Webber Ray an. Sie wurde 1976 zur Großmeisterin ernannt, da sich die Enkeltochter von Frau Takata, Phyllis Lei Furumoto, dieser Verantwortung noch nicht gewachsen sah. Nachdem die Tätigkeit der Ärztin Dr. Barbara Webber Ray mit Reiki sich teilweise sehr wissenschaftlich entwickelte, beschloss Phyllis Lei Furumoto 1978 ebenfalls die Nachfolge ihrer Großmutter anzutreten. Der Weg der beiden neuen Großmeisterinnen trennte sich und beide gründeten bald ihre eigene Organisation. Es gab dann die
Reiki Alliance von Phyllis Lei Furumoto, die nach drei Jahren als gemeinnützige Gesellschaft eingetragen wurde, und die American International Reiki Association von Dr. Barbara Webber Ray.

!Haftungsausschluss/Disclaimer >>